Zeittafel zur T3

 

1881

Bei der Königlichen Eisenbahn Direktion (KED) Bromberg entstehen die ersten Entwürfe für die spätere preußische T3 nach Musterblatt 12.

1882

Henschel & Sohn in Cassel liefert mit der Fabriknummer 1423 die erste T3 an die noch nicht zur Königlich Preußische Eisenbahnverwaltung (K.P.E.V.) gehörende Bergisch Märkische Eisenbahn (BME) zum Einsatz in der KED Hannover.

1883

Die T3 findet sich jetzt im Musterblatt M III-4e wieder.

1890

Nunmehr war man technisch in der Lage Räder aus Stahlguß herzustellen. Die T3 erhält Gegengewichte.

1893

Bei der Weltausstellung in Chicago errang Henschel mit einer T3 einen Preis.

1895

Die Großherzoglich Mecklenburgische Friedrich-Franz-Eisenbahn (MFFE) beschaffte bis 1906 61 preußische T3.

1898

Bei der Großherzoglich Oldenburgischen Staatsbahn (G.O.E.) gingen bis 1909 15 Maschinen in Betrieb.

1903

Der Lokkessel wurde - bei gleichzeitiger Vergrößerung der Feuerbüchse - um 90 mm höhergelegt

1903

Bei der Hannoverschen Maschinenbau Aktiengesellschaft (Hanomag) erschien eine verstärkte Bauart der T3 (DRG Betriebsnummern 89 7457 - 89 7500). Gebaut wurden diese Maschinen nach dem überarbeiteten Musterblatt III-4p.

1904

Durch die jetzt gültige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h verschwindet die T3 nach und nach aus dem Streckendienst.

1906

Die in Mailand ausgestellte T3 erhält eine Lenz-Ventilsteuerung.

1906

Bis 1906 stellte die K.P.E.V. insgesamt 1345 Lokomotiven in Dienst.

1906

Ein Versuch der Hanomag die T3 mit einer Lenz-Ventilsteuerung auszurüsten scheiterte.

1906

Die T3 der K.P.E.V. erhalten Nummer der Nummernreihe 6101 - 6400 (bisher 1701 - 1900).

1910

Die letzte preußische T3 wurde von der Westdeutschen Eisenbahngesellschaft erworben.

1911

Noch im Jahr 1911 lieferte Orenstein & Koppel T3 Nachbauten.

1913

Die T3 Bromberg 6135 & 6141 wurden zu einer Doppellokomotive zusammengebaut. Dieser "Abart" wurde die Betriebsnummer Cassel 6180 zugewiesen.

1916

Zur leichteren Abwicklung der großen Erztranzporte von Schweden in das Deutsche Reich wurden folgende T3 der K.P.E.V. ausgeliehen - Stettin 6128-6131, 6137 & 6152-6154.

1920

Die neu gegründete Deutsche Reichsbahn (DRG) übernahm noch 511 Maschinen von der K.P.E.V., 10 Stück von der Bremer Hafenbahn (HfB), 15 von der G.O.E.,11 Stück von der Braunschweigischen-Landes-Eisenbahn (BLE) und 40 Stück von der MFFE.

1924

Die letzte nach M III-4e gebaute Maschine geht nach Italien zur Ferrovie Alta Valtellina.

1925

Im Umzeichnungsplan der Deutschen Reichsbahn Gesellschaft (DRG) wird die T3 in die Baureihe 89.7 eingegliedert.

1940

Bis zum Jahr 1941 hatte es die 89 7250 nach Narvik verschlagen.

1943

Um den Erzabbau wieder aufzunehmen, wurden zwei Reichsbahnloks nach Kirkenes überführt. Neben der 98 305, einem Glaskasten, war es die 89 7533.

1950

Die Deutsche Reichsbahn der DDR (DR) reihte die von den enteigneten 34 privaten Bahnverwaltungen stammenden preußischen T3 mit den Betriebsnummern 89 5901 bis 89 6481 als Baureihe 89.60-64 ein. Die "echten" Preußen behielten ihre Reichsbahnnummern aus der Zeit vor der Teilung Deutschlands.

1954

Die Luxemburgische Staatsbahn CFL setzte vom 30. November 1954 bis zum 23.März 1955 leihweise die DB 89 7566 ein.

1955

Die vier von der im Oderbruch liegenden Kreisbahn Beeskow-Fürstenwalde stammenden Lokomotiven wurden von der DR mit Schlepptendern ausgerüstet.

1961

Die Deutsche Bundesbahn (DB) musterte mit 89 7296 in Kassel und 89 7377 in Duisburg-Wedau die letzten T3 aus.

1961

Die von der Kleinbahn AG Heudeber-Martierzoll stammende und bereits am 28. Februar 1926 in den Bestand der Staatsbahn übernommene 89 7403 erhielt nach der Ausrüstung mit einem dreiachsigen Tender die Betriebsnummer 89 6009.

1962

Einen dreiachsigen Schlepptender erhalten die zum BW Wrietzen gehörenden 89 6222 und 89 6224 der DR.

1967

Die 89 6225 wird für Filmaufnahmen im "Westernstil" hergerichtet und danach abgestellt.

1968

Trotz der bereits 1961 erfolgten Ausmusterung war noch ein Exemplar bei der DB im AW Schwerte vorhanden.

1971

Am 16. November 1971 wurde 89 6009 zur Traditionslok der Deutschen Reichsbahn der DDR (DR).

1973

Die Ölkrise mach es möglich: Museumslok 89 7159 von der D.G.E.G. wird vorübergehend bei den Stahlwerken Südwestfalen AG in Hüttental Geisweid eingesetzt.

1979

Die letzte im regulären Dienst eingesetzte T3 lief bei der Zuckerfabrik in Warburg zu einem Zeitpunkt, als einige ihrer "Schwestern" bereits bei Museumseisenbahnen vor der Verschrottung gerettet wurden. Nach meinen Unterlagen war die Zuckerrübenkampagne im Herbst 1979 der letzte nachgewiesene "Planeinsatz" - mithin 97 Jahre nach der ersten Auslieferung einer preußischen T3!

 

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